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Kongo: Kriege, Korruption und die Kunst des Überlebens von Dominic Johnson
Verlag: Brandes & Apsel; Auflage: 1 (Mai 2008)
ISBN-13: 978-3860997437

Kurzbeschreibung
Einer der besten deutschsprachigen Kenner des Kongo erklärt die Hintergründe der Kriege des Landes und beschreibt, wie die politischen und wirtschaftlichen Konflikte in Zentralafrika die Gegenwart prägen. Johnson, der entlang der Menschen schreibt und forscht, erklärt, warum die ungelösten Probleme des Kongo Sprengkraft für ganz Afrika besitzen. Das Buch schließt eine Lücke auf dem deutschsprachigen Buchmarkt. Die Spannungen, die zu den Kongo-Kriegen seit 1996 führten, wurden durch den Friedensschluss 2003 und die Wahlen 2006 nicht gelöst. Obwohl reich an Rohstoffen zählt der Kongo zu den ärmsten Ländern der Welt. Demokratische Entwicklungen werden immer wieder von den jeweiligen Machthabern sabotiert. In Kongos Ostregion Kivu tobt bis heute ein grausamer Milizenkrieg, der die Gesellschaft zerreißt. Längst organisieren die Kongolesen ihr Leben selbst. Kernaufgaben des Staates werden an der Basis organisiert und gegen staatliche Machtansprüche behauptet von Schulbildung bis hin zur bewaffneten Selbstverteidigung. Der Erfindungsreichtum der Kongolesen und ihre Fähigkeit, aus dem Nichts etwas zu schaffen, sind legendär. Nur so konnten sie die vergangenen hundert Jahre kolonialer Gewalt, postkolonialer Willkür und zeitgenössischen Staatszerfalls überstehen (Quelle: www.amazon.de)

Über den Autor
Dominic Johnson ist Redakteur der taz und arbeitet wissenschaftlich zur informellen Wirtschaft in den Krisengebieten des Kongo. Er bereist das Land mehrmals im Jahr.


Tatort Eine Welt: Was hat mein Handy mit dem Kongo zu tun? Globalisierung verstehen
von Karl-Albecht Immel (Autor), Klaus Tränkle (Illustrator)
Verlag: Hammer; Auflage: 1 (14. Juni 2007)
ISBN-13: 978-3779501541

Kurzbeschreibung
Ein übersichtliches unverzichtbares Kompendium zu Globalisierung und Entwicklungspolitik: thematisch umfassend, klar strukturiert, konzentriert auf die wichtigsten Informationen in Grafiken und kurzen Texten.

Über den Autor
Karl-Albrecht Immel, geboren 1962, gehört seit Jahrzehnten zu den profiliertesten entwicklungspolitischen Journalisten in Deutschland. Dreimal wurde er mit dem Deutschen Journalistenpreis Entwicklungspolitik ausgezeichnet. Der ehemalige Pressesprecher des Kinderhilfswerks terre des hommes ist heute Redakteur beim Südwestrundfunk in Stuttgart. Klaus Tränkle arbeitet als Illustrator. Zusammen mit Karl-Albrecht Immel schuf er die Wanderausstellung „Unteilbare Eine Welt“ für das Land Baden-Württemberg und gestaltet die thematischen Grafiken für die Deutsche Welthungerhilfe. (Quelle: www.amazon.de)


"Schatten über dem Kongo"
, von Adam Hochschild,
Klett-Cotta, Stuttgart 2000, ISBN 3-608-91973-2

-Die Geschichte des Kongo um die Jahrhundertwende ist eine Geschichte von Blut und Gewalt. König Leopold II von Belgien brachte 1985 den Kongo in seinen Privatbesitz. In den folgenden Jahren ließ er das Land unter Anwendung von Gewalt und beispielloser Grausamkeit ausbeuten. Adam Hochschild geht den Spuren dieser Schreckensherrschaft nach. Kein anderes Werk über den Kongo gibt ein derart fesselndes und schonungsloses Bild über den Holocaust,  den König Leopold am kongolesischem Volk verübte und in dem ganz Europa und die USA verwickelt waren.


"Über den dunklen Fluß", von Ronan Bennet,
btb, München 1998, ISBN 3-442-75017-2
Taschenbuchausgabe: btb, München 2000, ISBN-3-442-72651-4

-Leopoldville, Ende der 50er Jahre. Die Tage der Kolonialherrschaft der Belgier im Kongo gehen zu Ende. Lumumba ergreift die Macht. Das Land versinkt im Chaos gegenseitiger Interessen. In dieser Zeit großer Umwälzungen sucht ein irischer Schriftsteller nach der Liebe seines Lebens.
Ein farbenprächtiges Buch, ein grandioser Roman, welcher in der Zeit des Umbruchs von der Kolonialzeit zur Unabhängigkeit des Landes spielt.


"Die schwarze Sonne Afrikas", von Michael Birnbaum,
Piper, München 2000, ISBN 3-492-04150-7

-Michael Birnbaum arbeitete sieben Jahre für eine große deutsche Tageszeitung als Korrespondent in Afrika.  In seinem Buch schreibt er in einzelnen Geschichten über die Vielfalt Afrikas, seine Widersprüche und Gegensätze, seine Umbrüche und Ausbrüche von Gewalt. Und immer wird deutlich, wie sehr er von der Landschaft und dem unbändigen Lebenswillen der Menschen gefesselt ist. Ein Buch, das wegen seiner Offenheit und seinem Engagement für die Menschen Afrikas begeistert.


"Afrikanisches Fieber", von Ryszard Kapuscinski,
Eichborn, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-8218-4177-X  
Taschenbuchausgabe: Piper, München 2001, ISBN 3-492-23298-1

-Kapuscinski hat sich Afrika verschrieben: Das Leben seiner Menschen  beschreibt er aus einer Nähe, die bei kaum einem anderen europäischen Schriftsteller zu finden ist. So wie der Autor von Afrika nicht loskommt, so wird der Leser von seinen faszinierenden Geschichten gefesselt.


"Durch das Herz der Finsternis", von Sven Lindqvist,
Campus, Frankfurt am Main, 1999, ISBN 3-593-36176-0

-Sven Lindqvist zeigt mit seinem 'Reisebuch' durch die europäische Kolonialgeschichte der letzten 200 Jahre die Verbindung von Rassismus und Völkermord. Sein mitreißend geschriebenes Buch ist ein leidenschatlicher Appel aus den Geschehnissen der Vergangenheit den Konsequenzen zu ziehen.  
Das Buch ist interessant im Zusammenhang mit Hochschilds "Schatten über dem Kongo" und Joseph Conrads "Herz der Finsternis".
         

"Krisen, Katastrophen, Zusammenarbeit? - Suche nach angepassten Wegen", Herausgeber: 'Rückkehrerinnen- und Rückkehrerausschuss bei Dienste in Übersee' sowie der 'Evangelische Entwicklungsdienst', Internationales Kulturwerk, Hildesheim 2001,
ISBN 3-9100-69-7      (direkt zu bestellen bei: Internationales Kulturwerk, Kirchstraße 38, 31135 Hildesheim, Tel/FAX: 05121-12603)

Es werden Erfahrungen aus der Arbeit in Krisengebieten, vor allem aus der Arbeit im Kivu/Kongo, vorgestellt. Die Empfehlungen zur Arbeit in Krisengebieten sind anschaulich und sehr konkret. Sie bieten auch für die Arbeit in anderen Regionen konkrete Arbeitsansätze.


"Das schwarze Herz Afrikas", von Lieve Joris,
MALIK, München 2002, ISBN 3-89029-243-7

-Die belgische Schriftstellerin sucht Mitte der achtziger Jahre die Spuren ihres Onkels, der jahrelang Missionar im Belgisch Kongo war. Sie beschreibt  in lebendigen Bildern das Land, seine Menschen, die Probleme und Verrücktheiten dieses durch den Mobutismus gezeichneten Landes. Jedem, der den Zaire, den Kongo aus Erfahrung kennt, werden eigene Erlebnisse in Erinnerung gerufen.  Diejenigen, die den Kongo noch nicht kennen, werden mit dem Buch einen lebendigen Eindruck dieser Region Afrikas gewinnen.

 Ryszard Kapuscinski kommentiert : "Ein schönes, poetisches, sehr persönliches Buch".