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Das wirtschaftliche Leben
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Die soziale und wirtschaftliche Situation der Menschen im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat die Grenze der Belastbarkeit weit überschritten. Viele private und staatliche Firmen im sozialen und wirtschaftlichem Bereich haben  bereits geschlossen. Es gibt viele Arbeitslose, die Beamten erhalten keinen Lohn, es gibt fast kaum ein Einkommen für die Familien.

In den Städten arbeiten die meisten Männer nicht oder sie arbeiten ohne Bezahlung. Sie werden durch ihre Frauen unterstützt, die auf dem Markt einen kleinen Handel  betreiben: Die Familien haben kein Kapital und kaufen die Ware auf Kredit bei den Großhändlern ein. Die Frauen breiten die Ware auf den Märkten aus und kalkulieren den Verkaufspreis der Ware so, dass sie genügend Geld übrig haben, um das Abendessen der Familie für diesen Tag zu bezahlen. Meist reicht es nur für eine Mahlzeit pro Tag.

 

Markt

 

 Einige Entwicklungsorganisationen haben diesen gravierenden Mangel erkannt und haben ein System von rotierenden Krediten für Markthändler eingeführt. Hier werden die Frauengruppen bevorzugt behandelt, da gerade sie wissen, wie man sich im Alltag durchschlagen kann. Mit den Krediten, die sie später zurückzahlen müssen, können die Frauen arbeiten und erwirtschaften ein kleines Einkommen, um das Überleben der Familie zu sichern. Die Kredite werden in Dollar vergeben und zurückgezahlt, der Handel läuft aber in einheimischer Währung ab. Allerdings ist der kleine Handel durch die ständige Abwertung stets gefährdet.