Ein Frau erzählt vom Leben am Existenzminimum Drucken
"Mein Mann ist Maurergehilfe. Er arbeitet auf verschiedensten Baustellen in Bukavu, dort wo er gerade für ein paar Tage Arbeit findet. Ich habe keine Arbeit außer meiner Arbeit im Haushalt. Wir haben 3 Kinder und unsere einzige Einnahmequelle ist das Einkommen meines Mannes. Für einen Tag Arbeit bekommt er meist nur 1,5 $. Wir können deshalb keine Nahrungsmittel auf Vorrat kaufen. Wir essen ein Mal am Tag um 18 Uhr, dann wenn mein Mann von der Arbeit zurück ist. Während des Tages bekommen die Kinder einen Maisbrei. Wenn einmal etwas Geld übrig bleibt, heben wir es uns auf für schwierige Tage, z.B. wenn mein Mann einmal nicht bezahlt wird oder keine Arbeit hat.

Vor 2 Wochen wurde das 2. Kind krank. Es hatte Malaria oder Typhus. Da wir kein Geld für einen Arzt haben, gaben wir dem Kind selbst die Medikamente, so wie es uns eine Krankenschwester geraten hat. Ich weiß nicht, ob die Medikamente helfen, aber wir glauben, dass Jesus uns helfen wird. Wir beten auch regelmäßig für die Gesundung unseres Kindes. Gerne würde ich auch arbeiten, aber ich bin nicht zur Schule gegangen und habe auch nicht das Geld, um einen kleinen Handel anfangen zu können. Wir haben auch noch nicht den Brautpreis an meine Eltern bezahlt. Meine Eltern fordern schon, dass ich wieder nach Hause kommen soll.

Wir leben bei meinen Schwiegereltern, wo wir eine kleine Unterkunft mit 2 Zimmern haben".