Frauen, AIDS und Armut Drucken
Von manchen, und besonders von alleinstehenden Frauen und Mädchen, wird AIDS als Bedrohung für ihr Überleben erkannt. Gewisse Frauen, die in den Vierteln von Bukavu allein leben, haben uns folgendes anvertraut:

"Im Radio hört man oft Sendungen über AIDS, wie man sich gegen die Krankheit schützt und so weiter. Diese Nachrichten betreffen nur solche, die ihr materielles Auskommen haben und die vor den Problemen des Lebens geschützt sind. Uns betreffen diese Sendungen nicht. Wir können nicht von unseren Partnern oder Kunden fordern, Kondome zu benutzen. Und wir können vor allem keinen Kunden ablehnen, weil er kein Kondom hat. Wir würden nicht leben können, wenn wir so über unsere Partner bestimmen würden, die übrigens immer weniger werden in dieser Zeit der Krise. Deswegen, sobald man ein Opfer gefunden hat, ist es nicht klug, irgendwelche Reden zu halten. Wir wissen, dass AIDS eine Realität ist, aber wir können nichts dagegen tun, denn wir müssen auch leben wie alle in der Welt. Wir betreiben keinen Handel wie andere Frauen, weil uns das Kapital dazu fehlt. Wir haben nur unseren Körper, den wir denen anbieten, die ihn wollen, ohne Unterschied und dies gegen einige Geldscheine".