Mitgliederversammlung, März 2003 Drucken
Am 08. März haben wir in Hildesheim unsere jährliche Mitgliederversammlung durchgeführt.

Im Mittelpunkt unserer Diskussionen standen die erste Phase unserer Zusammenarbeit mit Ushirika, die Auswertung der Reise zweier Vorstandsmitglieder in den Kivu vom vergangenen Sommer und die Wahl des Vorstands für die nächsten drei Jahre.

Im Einzelnen ging es um folgende Punkte:

  • Mit den Gesprächen in Bukavu ist die Anfangsphase abgeschlossen und wir beginnen mit der zweiten Phase einen Abschnitt unserer Zusammenarbeit, in dem wir aufbauend auf den Erfahrungen gezielter als zu Beginn möglich arbeiten können
    (siehe auch unter "Reise in den Kivu - Sommer 2002").

  • 2002 konnten wir vier neue Projekte unterstützen (Nota Bene, Maman Bulonza, Seifenprojekt Umoja, Quelleinfassungen Kakundu). Von den vier bisher von uns unterstützten Projekten sind zwei nahezu abgeschlossen (Die Mühle von Kakundu, Die Pilotfarm von Kivumu).

  • Einzelheiten zur Entwicklung in den einzelnen Projekten finden sich unter dem Menüpunkt "Projekte".

  • Ein von Ushirika vorgelegtes Projekt haben wir zur Unterstützung bei Misereor eingereicht. Wir hoffen, dass mit diesem Projekt die Zusammenarbeit mit den großen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit  konkret wird.

  • Aus der Unterstützung der 3 Projekte, die uns aus einem großen Hilfsprojekt für den Kivu (finanziert von der EU, getragen durch eine gemeinsame Anstrengung der GTZ-EZE-Misereor) zugesagt waren, ist leider nichts geworden (es gab Schwierigkeiten zwischen den Unterstützer-Organisationen).

  • Ushirika bemüht sich derzeit um eine Unterstützung dieser Projekte über eine in Bukavu vertretene Hilfsorganisation).  

  • Wir versuchen weiter, die Sorgen und Nöte der Menschen im Kivu hier bei uns deutlich zu machen:

     

    • Postkarten: Von der ersten Postkartenserie haben wir 2002 -  300 Stück nachgedruckt. Danzu haben wir ein weiteres Motiv ("Eierfrau" - dieses Mal in bunt) aufgenommen. Auch hiervon wurden 300 Stück gedruckt. Aus Rückmeldungen wissen wir, dass die Postkarten gut ankommen.

    • Internetseite: Unsere Internetseite wird laufend aktualisiert: die neuen Projekte wurden aufgenommen,  einige Geschichten sind hinzugekommen, die Kaufkraftübersicht wird laufend ergänzt, einige Informationen wurden dazugestellt und wir haben vor, Fotos mit in die Geschichten und Berichte einzubauen.

    • Vortrag: Innerhalb einer Lehrerfortbildung im Mai in Hildesheim hielt der Vorsitzende ein Referat mit dem Thema "Was geht uns Afrika an? Dargestellt am Beispiel Coltan". Der Kongo und die Kivu-Region standen dabei im Vordergrund. Die teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen (aus dem Fach Geschichte und Politik) waren kaum über die Ereignisse im Kongo informiert. Die konkreten Informationen wurden sehr interessiert aufgenommen.

    • Seminar: Vom 21.-24-Mai 2002 nahm der Vorsitzende an einem Seminar des ‚Freundeskreises ökumenischer Entwicklungsdienst' in Meißen teil. Man hatte ihn gebeten, als Co-Referent zum Referat "Perspektiven einer Afrika-Politik im 21. Jahrhundert" Erfahrungen und Gedanken zur konkreten Entwicklungsarbeit in Afrika vorzustellen. Seine Ausführungen standen unter dem Thema "Entwicklungsarbeit in Krisengebieten". Die kleinen Ansätze, so wie wir sie in ProKivu versuchen, boten dabei eine gute Anschauung. In den Diskussionen stellte er unseren Verein kurz vor.

    • Vortrag: Im Juni hielt der Vorsitzende während eines Fortbildungskurses auf dem ‚Internationalen Haus Sonnenberg' im Harz einen Vortrag über "Zusammenarbeit mit Partnern in Übersee". Dabei stellte er die Möglichkeit kleiner Ansätze am Beispiel von ProKivu vor.

    • Zeitungsartikel: In der ‚Hannoverschen Allgemeinen Zeitung' sowie in der ‚Hildesheimer Allgemeinen Zeitung' erschien am 16.10.02 ein Artikel über Rupert Neudeck mit dem Titel "Wir müssen lernen, Nein zu Afrika zusagen". Im Namen von ProKivu schrieb der Vorsitzende darauf einen Leserbrief, der am 24.10.02 in beiden Zeitungen mit kleinen Änderungen abgedruckt wurde.

    • Seminar: Zwei Vorstandsmitglieder haben an einem Seminar für ausländische Studierende, durchgeführt im Januar 2003 von  STUBE-Niedersachsen  in Hildesheim, mitgewirkt. Eine Referat  mit dem Thema  "Informationen über Entwicklungsarbeit im Kongo, Möglichkeiten und Probleme" eröffnete eine lebhafte Diskussion im Anschluß.


  • Der Förderkreis ist auf 46 Mitglieder angewachsen. Ein Mitglied des Vereins hat darum gebeten, ihren bisherigen Status als Vereinsmitglied in den eines Mitglieds im Förderverein umzuwandeln.

  • Eigentlich könnte man die Kolleginnen und Kollegen der Friedrich-List-Schule Hildesheim, die den Verein Spenden unterstützen, auch als eine Art Fördermitglieder ansehen. Das Kollegium der FLS hatte früher ein Projekt in Peru unterstützt. Nachdem die Unterstützung dort zu Ende gegangen war, entschied sich das Kollegium auf Vorschlag eines Mitglieds des Förderkreises, ProKivu als Projekt der Schule zu unterstützen. Im Lehrerzimmer hat ProKivu inzwischen eine Wandtafel, auf der  laufend von der Arbeit des Vereins berichtet wird. Im Bericht des Kassenwarts kommt zum Ausdruck, welchen Schub uns diese neue Unterstützung gegeben hat.

  • Bengo, eine Beratungsstelle für private Träger in der Entwicklungszusammenarbeit, veröffentlichte Ende des Jahres eine Broschüre mit dem Titel ‚Deutsche Nichtregierungsorganisationen in der Entwicklungsarbeit stellen sich vor'. Auch unser Verein ist dort vorgestellt. Interessierte wenden sich bitte direkt an bengo (e-mail: ; Internet: http://www.paritaet.org/bengo).

  • Der Kassenbericht gibt Aufschluß über unsere Ausgaben und Einahmen 2002:

  Euro
 Übertrag Bestand 31.12. 20011.008,00
Einnahmen:
  
Spenden aus Klassen der Friedrich-List-Schule
 363,19
Spenden Kollegium Friedrich-List-Schule
 2.455,00
FLS-Unterstützungsfonds
 750,00
Spende Unabhängige FLS "Feuerzangenbowle"
 140,50
Spenden/Beiträge Mitglieder ProKivu e.V.
 2.866,29
Spenden Mitglieder Förderkreis ProKivu e.V.
 4.858,80
Verschiedenes/Zinsen Kontoführung
 0,23
 Gesamteinnahmen 200211.434,01
   
Ausgaben:
  
Kontogeb., Porto, Kopien, Infom., Postkarten, etc.
 645,71
Überweisungen an USHIRIKA für 4 Projekte
 7.043,22
 Gesamtausgaben 2003
7.688,93
   
Bestand:
  
Stand Girokonto VB Hildesheim am 30.12.2002
 4.603,08
Barbestand am 30.12.2002
 150,00
   
Gesamtbestand 31.12.2002
 4.753,08

Der Kassenprüfer bestätigt eine vollständige und korrekte Kassenführung.

 

  • Die bisherigen Vorstandsmitglieder wurden mit Dank für ihre Arbeit entlastet.
    Die Mitgliederversammlung bat die vier Vorstandsmitglieder, sich für eine zweite Periode von 3 Jahren zur Verfügung zu stellen. Einstimmig wurden die vier bisherigen Vorstandsmitglieder für eine weitere Periode von 3 Jahren in ihre bisherigen Posten wiedergewählt.
  • Für 2003 haben wir uns vorgenommen, die Mittel für wenigstens wieder 4 Projekte im Kivu zusammen zu bekommen.
    Daneben werden wir versuchen, Mittel für weitere Projekte bei größeren Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zu erfragen.
  • Die während des Besuchs Im Sommer 2002 mit den Partnern in Bukavu abgesproche Anpassung unserer Zusammenarbeit an die sich im Kivu geänderten Bedingungen, wurden von der MV diskutiert und verabschiedet. Die wichtigsten Punkte sind:
    • Statt einmaliger Unterstützungen sollen auch Mehrfach- und Anschlussunterstützungen möglich sein.
    • Projekte in unsicheren/weit entfernten Regionen können im Moment nicht unterstützt werden.
    • Es sollen Photos zu Beginn und bei Abschluss der Projekte gemacht werden.
    • Unterstützungsgelder werden von Ushirika nur sukzessive freigegeben, nach Bedarf und nach Vorlage von Quittungen.
    • Bei der Durchführung von Seminaren muss eine Eigenbeteiligung der Gruppen eingefordert werden.
    • Es können auch Projektanfragen unter 1.500 $ bewilligt werden. -Projekte von Einzelpersonen können nur dann unterstützt werden, wenn der Ertrag einer Gruppe zugute kommt.
  • Bemühen werden wir uns, weitere Mitglieder für unseren Förderkreis zu gewinnen.

Die nächst Mitgliederversammlung ist für Anfang März 2004 geplant.