Mitgliederversammlung, März 2002 Drucken
Am 09. März haben wir in Hildesheim unsere jährliche Mitgleiderversammlung durchgeführt. Wir konnten auf erste Erfahrungen des vergangenen Jahres zurückblicken und haben darüber diskutiert, was wir uns für dieses Jahr vornehmen wollen.

Bisher konnte einiges verwirklicht werden:

  • Die Zusammenarbeit mit Ushirika (U) hat sich 2001 trotz der allgemein schwierigen Situation im Kivu gut entwickelt. U stellte uns bis Ende 2001 insgesamt 20 Projekte vor (einige der Projekte lagen schon Ende 2000 vor, wurden aber erst 2001 nach der Anlaufphase der Zusammenarbeit akut). Von diesen 20 Projekten entsprachen 7 nicht den Vereinbarungen unserer Zusammenarbeit, bei 6 Projekten sind noch einige Punkte unklar und mit U abzuklären, 3 Projektanfragen haben wir an eine andere ONG vermittelt, bei 4 Projekten haben wir schließlich mit U die konkrete Zusammenarbeit aufgenommen und die beantragten Unterstützungen aus eigenen Mitteln finanziert.

  • Die vier von uns unterstützten Projekte sind alle noch nicht abgeschlossen:

    • Bei der "Mühle von Kakundu" geht es um den Aufbau einer kleinen Wassermühle.
    • Die "Pilotfarm von Kavumu" soll dabei helfen, in einer vom Bürgerkrieg stark heimgesuchten Region neue Möglichkeiten der Selbstversorgung zu verwirklichen.
    • Die "Equipe Alpha" versucht durch den Verkauf von Papierwaren  Mittel zu erwirtschaften, um hiermit einen Teil ihrer Alphabetisierungsarbeit vor allem im ländlichen Raum  finanzieren zu können.
    • Das Projekt "Ziegen für Fizi", Ende 2001 gerade erst begonnen, wird versuchen,  die Nutzung von Ziegen bei Familien  einer ebenfalls vom Bürgerkrieg stark heimgesuchten Region wieder heimisch zu machen. 
      Einzelheiten zur Entwicklung in den einzelnen Projekten finden sich hier.

  • Mit einigen großen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) haben wir erste Kontakte aufgenommen. Ziel ist es, über diese zusätzliche Mittel zur Finanzierung von Projekten zu bekommen, da wir leider nicht alle Projekte, die U uns vorlegt, finanzieren können.

  • 3 Projekte werden jetzt mit unserer Vermittlung aus einem großen Hilfsprojekt für den Kivu  unterstützt (finanziert von der EU, getragen durch eine gemeinsame Anstrengung der GTZ-EZE-Misereor).

  • Versucht haben wir, die Sorgen und Nöte der Menschen im Kivu hier bei uns deutlich zu machen:

    • Unsere Broschüre (mit erläuternden Einlagen zu den von uns unterstützten Projekten) informiert über unser konkretes Engagement.
    • Nach und nach bauen wir unsere Internetseite mit Informationen über die Projekte und Hinweise über die Region auf.
    • Über einige Seminare und Musikveranstaltungen konnten wir einem kleinen Kreis von Interessierten die Sorgen der Menschen im Kivu näher bringen. Besonders interessant war dabei eine Podiumsveranstaltung am 13. September während der "Interkulturellen Tage 2001" in Goslar. Zusammen mit Vertretern örtlicher in der interkulturellen Arbeit engagierter Vereine, informierten wir über die konkrete Lage im Kivu. Hier spielten vor allem die verwickelten Beziehungen um "Coltan" eine Rolle, da in Goslar mit der Firma Starck eines der weltweit größten Veredlers dieses in der High-Tec heute sehr begehrten Produkts ansässig ist (siehe auch unter dem Menupunkt "Geschichten" konkrete Inforamtionen aus Bukavu).    
    • Begonnen haben wir mit einer Postkartenserie. Bisher sind drei Motive gedruckt. Weitere sind geplant. Die Postkarten werden nicht verkauft. Sie können aber von uns angefordert werden, um hiermit  auf diese von der Welöffentlichkeit vergessenen Region aufmerksam zu machen.

  • Der Förderkreis von ProKivu ist langsam, aber stetig auf 31 Personen angewachsen . Diese Schiene bildet die grundsätzliche Struktur unserer Lobbyarbeit. Einige der Förderkreismitglieder verbreiten aktiv unser Informationsmaterial, andere stehen der Vereinsarbeit mit Rat und konkreter Hilfe (bspw. bei PC-Problemen) zur Seite, viele leisten Spenden. Die Beziehung des Vereins zu seinem Förderkreis möchten wir stetig weiter auszubauen und vertiefen.

  • Unser Verein wurde am 07.09.2000 vom Finanzamt Hildesheim als gemeinnütziger Verein anerkannt. Die Anerkennung war zunächst für längstens 18 Monate ausgesprochen (übliches Vorgehen bei Vereinsgründungen). Am 18.08.2001 haben wir dem FA Hildesheim unsere erste Steuererklärung vorgelegt. Diese wurde ohne Anmerkungen anerkannt und mit Wirkung vom 05.09.2001 wurde uns die Gemeinnützigkeit allgemein zuerkannt. 

  • Der Kassenbericht gibt Aufschluß über unsere Ausgaben und Einahmen 2001 :

Übertrag Bestand aus 2000:      
4.035,06 DM
Einnahmen 2001: 11.825,93 DM
Ausgaben 2001:13.889,51 DM
Kontostand am 31.12.2001 1.971,48 DM
           

2001 haben 37 Einzahler an Spenden und Beiträgen insgesamt  11.239,94 DM überwiesen. Kollekten und Spenden von 4 Kirchengemeinden ergaben 585,99 DM.

An U wurden für die 4 von uns unterstützten Projekte 13.089,00 überwiesen. Gebühren beim Amtsgericht, Kontogebühren, Porto, Kopien, Internetzugang, ein Stempel ergaben zusammen 800,51 DM.  

Anmerkung: Die bisher angefallenen Telefonkosten wurden 2001 von den Vorstandsmitgliedern dem Verein nicht berechnet.


Für 2002 haben wir uns Folgendes vorgenommen:


  • U hat uns 2006 bisher 6 neue Projekte mit der Bitte um Unterstützung vorgelegt. Wir wollen versuchen, wie im Jahr 2001 die Mittel für wenigstens 4 Projekte zusammen zu bekommen. Versuchen werden wir, Mittel für weitere Projekte bei größeren Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zu erfragen.

  • 2 Vertreter des Vorstands werden im Sommer nach Bukavu/Süd-Kivu reisen, um sich vor Ort ein Bild von der konkreten Zusammenarbeit zu machen. Mit U sollen dann Erfahrungen der ersten Phase der Zusammenarbeit besprochen und konkrete Schritte für die weitere Zusammenarbeit festgelegt werden. Auch ein Gespräch mit unserem neutralen  Sachverständigen vor Ort ist vorgesehen.

  • Die Internetseite wollen wir nach und nach weiter ausbauen. Besonders die "Geschichten" sind uns dabei wichtig. Die beiden Vorstandsmitglieder werden von ihrer Reise sicher wieder einige interessante Geschichten über konkrete Alltagsprobleme der Menschen mitbringen.

  • Nach den Erfahrungen der Reise werden wir uns konkret um Kontakte zu einigen großen Organisationen der EZ bemühen. 

  • Bemühen werden wir uns,  weitere Mitglieder für unseren Förderkreis zu gewinnen.


Die nächste Mitgliederversammlung ist für Anfang März 2003 geplant.